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28.03.2009
Außerirdische im HQ gelandet
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Alle Hilfsorganisationen waren vertreten
hätten unbeteilgte Zuschauer glauben können, wenn sie die Kameraden der Feuerwehr in ihren Vollschutzanzügen an diesem Samstag im HQ zu Gesicht bekommen hätten. Dabei ging es "nur" um eine Demonstration ihrer Fähigkeiten zur Gefahrenabwehr in besonderen Lagen. Der Verband der Reservisten hatte Helfer und Führungskräfte aller Hilfsorganisationen ins HQ zu einem "Sicherheitspolitischen Seminar" eingeladen, um über wichtige Themen des Bevölkerungsschutzes zu informieren und zu diskutieren.

In einer Vielzahl von Beiträgen wurden die aktuellen Probleme, Risiken und Möglichkeiten des Bevölkerungsschutzes in Deutschland beleuchtet und erörtert. Der Nahtstelle zwischen dem Zivil- und Katastrophenschutzpotenzial der örtlichen Gefahrenabwehr mit den Hilfsorganisationen und den Möglichkeiten und Spezialfähigkeiten des Militärs spielte hierbei eine besondere Rolle.

gar nicht so einfach den Anzug anzulegen
Ein Schwerpunktthema dieser Veranstaltung war die Reaktion bei "ABC"-Szenarien. Allen Beteiligten ist klar, dass man ohne eine enge, gemeinsam eingeübte Zusammenarbeit keine erfolgreiche Begrenzung bzw. Eindämmung größerer, länger andauernder Schadensszenarien erreichen kann. Ein wichtige Voraussetzung hierfür ist die gegenseitige Information über die jeweiligen Spezialfähigkeiten der einzelnen beteiligten Organisationen, aber auch über die "Quantität" die auf diesem Gebieten jeweils zur Verfügung gestellt werden kann.

Probenentnahme unter Vollschutz
Die Feuerwehr Mönchengladbach zeigte im Rahmen einer Lehrvorführung ihrer CBRN-Abwehrkomponente an drei verschiedene Stationen (Messung, technische Beseitigung und anschließende Dekontamination von Zivilisten und/oder Einsatzkräften) ihre Einsatzbereitschaft.

Probeauswertung im ABC-Messfahrzeug
Die im abgesicherten Bereich unter Vollschutz entnommenen Proben können im modern ausgestatteten Messfahrzeug direkt vor Ort analysiert werden.

Umfüllen gefährlicher Ladung
Das Umfüllen gefährlicher Ladung, undichter Fässer usw. mittels Spezialpumpen will ebenso geübt und beherrscht werden wie die "Dekontamination" der mit den Stoffen in Berührung gekommenen Personen oder des Materials. Insgesamt eine beeindruckende Vorführung der Kameraden der Feuerwehr.
Fazit:
Dieses Sicherheitsseminar war für die 15 Helferinnen/Helfer und Führungskräfte des DRK durchaus kein Tag wie jeder andere, keine Fortbildung wie viele andere, sondern ein wichtiger Einblick in den Stand, die Leistungsfähigkeit aber auch in die derzeitigen Grenzen unserer Abwehrmöglichkeiten. Es gibt noch viel zu tun. Lasst es uns gemeinsam angehen!

Zum Schluß noch einen herzlichen Dank an den Verband der Reservisten, der wieder einmal eine interessante, informative und hochaktuelle Veranstaltung organisiert hat.
 
DRK-MG.de - Deutsches Rotes Kreuz