27.06.2009
Zurück zu den Wurzeln. Back to the roots und weiter in die Zukunft!
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Camp HUMANITARIAN VILLAGE
Über 15.000 Rotkreuzlern aus aller Welt begehen 2009 den 150. Jahrestag der Geburt der "Rotkreuzidee"
in Solferino.
Alle Jahre wieder findet um den 24. Juni herum, in den kleinen Orten Solferino und Castiglione in Italien,
ein paar Kilometer südlich vom Gardasee, ein Treffen der großen weltweiten "Rotkreuzfamilie" statt.

Eingangstor zur Zeltstadt
Anlass ist der Jahrestag der grausamen blutigen Schlacht bei der sich 1859 über 100.000 Soldaten im sogenannten
"Sardinischen Krieg", auch bekannt als "Zweiter Italienischer Unabhängigkeitskrieg" bei Solferino gegenüber standen.
Nach mörderischem 15stündigem Kampf unter unerträglichen Bedingungen lagen über 6.000 Tote auf dem Schlachtfeld,
Zehntausende waren verwundet oder vermisst, blieben unversorgt und starben noch in den Tagen danach.
Nun waren eigentlich solche Schlachten, auch solche diesen Ausmaßes, leider nichts Ungewöhnliches in jenen Zeiten.

Die Mitglieder der Delegation sammeln sich
Auch diese wäre vielleicht längst vergessen oder eine "Randnotiz" in irgendwelchen historischen Schriften und Geschichtsbüchern geblieben,
wenn nicht ein Außenseiter, der Genfer Kaufmann Henry Dunant, mit dieser Not und mit diesem Elend mehr oder weniger zufällig in Berührung gekommen wäre und
wenn er nicht nur "einfach" geholfen hätte wo er konnte, die Hilfe vieler anderer Einwohner unermütlich unterstützt und organisiert hätte und wenn er nicht
diese Hilfe, die Vorsorge, die es für zukünftige Geschehnisse solcher Art zu treffen galt, Nationenübergreifend eingefordert und durchgesetzt hätte.

Ein Gruppenfoto am Camp-Mittelpunkt
Die "Rotkreuzidee" war geboren und hat in den 150 Jahren bis jetzt zu der weltumspannenden Rotkreuz- und Rothalbmondorganisation geführt, die fast jeder Mensch auf diesem Planeten kennt.
Aus diesem Anlass treffen sich jedes tausende Rotkreuzler in Solferino und sind zu Gast beim "crosse rossa Italiana".
Fünf Tage lang diskutierten, feierten, arbeiteten Jugendliche aus fast 150 Nationen in dem eigens eingerichtetem Camp "HUMANITARIAN VILLAGE 2009".
Sie tauschen Ideen, Visionen, Erfahrungen, Hoffnungen, "best practices" aus und lernen sich kennen.
Auch aus unserem DRK Landesverband Nordrhein und aus unserem Kreisverband Mönchengladbach war eine Abordnung dabei.

Dann geht ab nach Solferino
Der Höhepunkt ist der traditionelle Fackelzug, die "Fiaccolata della Croce Rossa da Solferino a Castiglione delle Stiviere" kurz die FIACCOLATA.
Der Auftakt findet an historischer Stelle auf der PIAZZA CASTELLO, dort wo damals das "Behelfslazarett" in der Kirche eingerichtet war, statt.
Von dort aus geht es in einem kilometerlangen Weg durch Solferino hindurch auf einem langen langen Rundweg weiter bis dann die tausenden Fackelträger
in tiefer Dunkelheit wieder im Camp eintreffen.

Treffen mit einer befreundeten Delagation. Im Hintergrund der Turm von Solferino
Alle Häuser, Vorgärten waren längs des Weges mit den italienischen Landesfarben und mit den Rotkreuzsymbolen/-fahnen geschmückt.
Die einheimische Bevölkerung applaudierte lautstark den Vorbeiziehenden. Eine großartige Stimmung der Verbundenheit, Freundschaft und des Friedens lag in der Luft.
Der Wahlspruch "TUTTI FRATELLI" war für alle im Umfeld dieses Marsches spür- und erlebbar.

Verkehrschaos im Ortskern
Bevor es jedoch zum Fackelzug kam, musste wir erst einmal nachmittags zum allgemeinen Treff- und Abmarschpunkt. Auf dem Weg aus dem Camp heraus
nach Solferino trafen wir auf die Delegation eines befreundeten Landesverbandes und nutzen die Gelegenheit
vor der historischen Kulisse mit dem Castello im Hintergrund für ein gemeinsames Gruppenfoto.
Dann ging es weiter nach Solferino. Hier müssen alle durch, die nach oben auf die PIAZZA CASTELLO zum Anfangspunkt des Marsches wollen.

Brauchtumspflege in historischen Kostümen
Ein dementsprechend großes Verkehrschaos herrschte daher in dem kleinen Ortskern von Solferino. Trotzdem eine lockere und gute fröhliche Stimmung auch bei den Autofahrern.
Die Polizei brauchte nicht einzugreifen. Die Rotkreuzler aus allen Nationen regelten sozusagen den Verkehrsfluss unter sich.

Nur Platzpatronen?
Eine kleine Gruppe Einheimischer zeigte sich in Kostümen der damaligen Zeit.
Liebevoll gepflegt und nachgeschneidert stellt sie einen kleinen Querschnitt der damaligen Uniformen und Bekleidungen dar.
Auch die Gewehre funktionierten und machten einen Höllenlärm bei einer Probesalve.

PIAZZA CASTELLO von oben
Nach dieser kleinen Vorstellung ging es an den Aufstieg zur PIAZZA CASTELLO, dem Ausgangspunkt der FIACCOLATA.

Bald treffen die ersten Teilnehmer ein
Die leere PIAZZA füllt sich langsam mit tausenden Rotkreuzlern aus über hundert Nationen.
Bald drängelt es sich auf dem großen Platz und die Nationen müssen noch näher zusammen rücken.

Schilder der verschiedenen Delegationen
Unter den Schildern der verschiedenen Nationen sammeln sich die jeweiligen Delegationsteilnehmer.
Von A wie Austria bis Z wie Zambia war alles vertreten, was in der Großen Rotkreuz- und Rothalbmondfamilie beheimatet ist.

Delegation des Jugendrotkreuzes
Auch der DRK Landesverband Nordrhein und das Jugendrotkreuz Mönchengladbach waren mit einer stattlichen Delegation vertreten.
(siehe auch den eigenen Bericht des JRK-MG)

Überall trifft man Freunde aus den Vorjahren
Das Warten auf den Beginn des Fackelzuges wird mit guter Musik und Stimmung überbrückt.
"Fete" ist angesagt.

Gruppenfoto
Immer wieder ergibt sich Gelegenheit für ein Gruppenfoto mit einer anderen Delegation.
Unsere roten "FIACCOLATA 2009 - TUTTI FRATELLI" T-Shirts aus Nordrhein sind heiß begehrte Tauschobjekte.

Verschönerung
Der ein oder andere bekommt auch noch das "Make Up" aufgefrischt bevor es losgeht, damit man seine Zugehörigkeit besser erkennt und er nicht verloren geht..

historische Maschine
Plötzlich lautes Motorengeräusch am Himmel. Ein historischer Jagdflieger dreht seine Schleifen
und verkürzt mit seinen Einlagen die Wartezeit.

Die Fackeln werden entzündet
Der große Moment - Das Anzünden der Fackel. In Windeseile wird die Flamme weitergereicht und tausende Fackeln werden entzündet.

Aufstellung zum Abmarsch
Die Delegationen ordnen sich und reihen sich zum Abmarsch ein.

Blick zurück zur Bühne
Im Hintergrund nahe der Bühne sieht man in der Ferne gerade noch die Fahne der Kameraden aus dem Kreisverband Kleve-Geldern
dann geht es auch schon los.

Torbogen zur PIAZZA CASTELLO
Durch das Nadelöhr des historischen Torbogens der PIAZZA CASTELLO verläßt der kilometerlange Fackelzug
den Aufstellungsplatz und zieht in der ersten Etappe hinunter zum Ortskern von Solferino.

unterhalb des CASTELLO

Tausende Zuschauer längs des Weges

in weitem Bogen hinter Solferino

Der Beginn des Zuges ist längst außer Sicht geraten

Der Fackelzug wird immer länger

und dauert bis tief in die Nacht hinein

Stunden später im Camp das beeindruckende Feuerwerk zum Abschluss
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