Aktuell   Hilfen/Pflege   Ausbildung/Kurse   Mitarbeit/Ehrenamt   Jugendrotkreuz   Einrichtungen   Wir 
 

Impressum / Kontakt


05.10.2009
Notarzt-"Einsatz" einmal ganz anders.
Gladbacher Retter zur Fortbildung auf Norderney ( zurück zur Übersicht )

Der Kreisbereitschaftleiter Mike Boochs sorgt sich um das Wetter. Eine Sturmflut zieht herauf
Fünf Kollegen des Deutschen Roten Kreuz nahmen am 6. Mönchengladbacher Rettungsdienstsymposium vom 01.10.2009 bis 05.10.2009 auf der Nordseeinsel Norderney teil. Insgesamt reisten 65 Teilnehmer des Symposiums am Donnerstag zunächst mit dem Reisebus und anschließend mit der Fähre an. Unter ihnen auch neun Notärzte. Die Unterbringung erfolgte in der Jugendherberge auf Norderney.

Intubationstraining
Bereits am Nachmittag des ersten Tages begann das Symposium mit Vorträgen und Workshops. Themen hierbei waren unter anderem das Traumamanagement, Wundversorgung, Patientendokumentation und die ERC Richtlinien.

Legen einer Thoraxdarinage
Am zweiten Tag stand die praktische Arbeit im Vordergrund. In kleinen Arbeitsgruppen wurden Themen zunächst in der Theorie vorbereitet und anschliend in der Praxis trainiert. Der Thoraxdrainage, einem Nahtkurs, der Reanimation von Kindern und der Intubation galten das besondere Augenmerk

Hier wird nicht etwa der Frühstücksspeck vorbereitet sondern es wird geübt richtige chirugische Nähte zu setzen
Am Tag der Deustchen Einheit stand dann ganz Norderney Kopf. Es fand eine Großübung aller auf der Insel an der Gefahrenabwehr beteiligten Institutionen statt. Der Ernstfall macht jedoch auch nicht vor einer Übung halt. Bevor sie beginnen konnte, gab es echten Alarm und es galt für die Freiwillige Feuerwehr Norderney zunächst einen Realeinsatz abzuwickeln. Ein Bombenfund am Strand.

"Explosion" auf der Fähre
Erst nachdem dieser professionell abgearbeitet war, konnte die Übung auf der Nordseefahre "Frisa I" beginnen. Das Szenario sah auf der Fähre eine Explosion mit Brand im Maschinenraum vor. 30 Besatzungmitgleider und Passagiere wurden "verletzt". Ein Teil von ihnen ging sogar über Bord. Da war der Seenotrettungskreuzer gefordert. Das Feuer mußte gelöscht und die Verletzten in Sicherheit gebracht und versorgt werden. Die besondere Herrausvorderung lag jedoch darin, dass die Insel erst nach zwei Stunden mit Unterstützung vom Festland rechnen kann. Solange sind die vor Ort verfügbaren Kräfte auf sich alleine gestellt!
+
Die Teams erreichten ihre "Einsatz"-Stellen (Übungspositionen) statt mit NEF einmal ganz anders als gewohnt
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Stationsausbildung der Gladbacher Rettungskräfte, welche mit dem Fahrad zehn, auf der ganzen Insel verteilte Stationen abarbeiten mußten. Sozusagen "Notarzteinsatzfahrt" alternativ und ohne NEF. Die zehn Stationen mit Themen wie "Rettung am Strand", "Reanimation auf einem Seenotkreuzer" und ein umgestürztes Gerüst stellten für die gut trainierten Kollegen keine besondere Schwierigkeit dar. Das größte Problem lag in den Wetterbedingungen. Bei Windstärke 7, in Böen auch bis Windstärke 9 und der bevorstehenden Sturmflut war das Fahrradfahren an diesem Tage nicht einfach.

Vier Rotkreuzteilnehmer mit dem Organisator Friedhelm von der Weck(Mitte)
Am Montag schließlich war das 6. Mönchengladbacher Rettungsdienstsymposium mit über 30 qualifierten Unterrichtsstunden beendet und man trat zufrieden und um viele Erfahrungen reicher die Heimreise an.
 
DRK-MG.de - Deutsches Rotes Kreuz