21.11.2009
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
DRK Landesversammlung in Vogelsang
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ehemalige NS-"Ordensburg" Vogelsang im Nationalpark Eifel
Am Samstag den 21. November 2009 fand in der ehemaligen NS-"Ordensburg" Vogelsang im heutigen Nationalpark Eifel
die diesjährige Landesversammlung des DRK-Landesverbandes Nordrhein statt.
Sie ist das oberste Beschlussorgan des DRK-Landesverbandes, zu dem neben Mönchengladbach 29 weitere Kreisverbände gehören.

An der Anmeldung wurden die Delegierten schon erwartet
Bereits vor 07:00 Uhr läuteten die Wecker, damit sich die Delegierten des Kreisverbandes Mönchengladbach pünktlich um 08:00 Uhr
an der Geschäftsstelle des DRK Kreisverbandes auf der Hohenzollernstraße zur Abfahrt in den "südwestlichsten" Zipfel des DRK Landesverbandes Nordrhein
treffen konnten. Schatzmeister Olaf Kaumanns, Justitiar Thomas Kloeters, Kreisbereitschaftleiter Mike Boochs, JRK-Kreisleiterin Sabrina Schmitz
und Kreisgeschäftsführer Wolfgang Weißmantel machten sich auf den Weg in den Kreisverband Euskirchen, der dieses Jahr Gastgeber der DRK-Landesversammlung war.
Dort trafen sie auf die bereits anwesenden Mönchengladbacher Kollegen Dilek Deren, die das Organisationsteam des Landesverbandes verstärkte und Peter Steier,
den Sprecher des Arbeitskreises IV.

neue Fahrzeuge für den sozialen Dienst
Der DRK Kreisverband Euskirchen nutzte die Gelegenheit in einer kleinen Leistungsschau und Ausstellung zu zeigen wie gut er auf die vielfältigen Herausforderungen, die heutzutage auf DRK Kreisverbände zukommen, vorbereitet ist.
Wie die Fotos zeigen ist er hervorragend ausgestattet und entfaltet nahezu alle Aktivitäten, die im Roten Kreuz vorkommen können. Angefangen vom DRK-Rettungsdienst, über die DRK-Wasserwacht bis hin zur DRK-Bergwacht und einer Hundestaffel.
Auch die Sozialarbeit kommt nicht zu kurz.

Abrollcontainer als Rettungswache
Olaf Kaumanns und Mike Boochs zeigten besonderes Interesse für die mobile Rettungswache im Abrollcontainer, die der KV Euskirchen gößtenteils in Eigenarbeit ausgebaut hat.
Sinnvoll ausgestattet bildet ein solcher Container den Sammelpunkt bei machem Sanitätswachdienst.

Die verschiedensten "Rotkreuzler" teilten das Interesse an der Ausstattung

Geländegängiges Rettungsfahrzeug der Bergwacht des KV Euskirchen

Aufmerksam verfolgten die Delegierten den Vortrag
In diesem Jahr lagen auf der Landesversammlung keine besonderen Beschlüsse zur Entscheidung an, so dass sich die über 200 Delegierten und Mitglieder
der 30 Kreisverbände auf den Vortrag über die Gleichschaltung des DRK zur NS-Zeit im Dritten Reich konzentrieren konnten.
Das Gelände der ehemaligen NS-"Ordensburg" Vogelsang, heute ein lebendiger Ort europäischen Ranges, der Natur, Kultur und Bildung
an diesem internationalen Platz im Nationalpark Eifel in sich vereint, bot mit seinem historischen Hintergrund den idealen beziehungsreichen Rahmen
für eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des DRK im "dritten Reich".

Hans Schwarz
Die Historikerin Birgit Morgenbrod, eine der beiden Autorinnen, die im Auftrag des DRK eine umfassende Studie über die Rolle des DRK in der NS-Diktatur verfasst hat,
schilderte wie aus dem DRK unter den Nationalsozialisten eine im Wesentlichen auf die Mitwirkung im militärischen Sanitätsdienst reduzierte,
gleichgeschaltete Organisation wurde, die ihre Wurzeln und Überzeugungen verleugnet hat, um überleben zu können.
Sie ging hierbei auch auf die Konflikte, die sich aus dem Status des DRK als freiwillige Hilfsgesellschaft im Sinne der Genfer Konvention
mit dem obersten Grundsatz der Menschlichkeit, dem sich die vielen hunderttausend Helferinnen und Helfer verpflichtet fühlten,
gegenüber der menschenverachtenden Ideologie des NS-Regimes ergeben mussten, ein.
Der Präsident des Landesverbandes, Hans Schwarz, dankte Frau Morgenbrod für ihre klaren wissenschaftlich belegten Aussagen
und forderte im Anschluss, dass es ein solches Versagen des DRK nie wieder geben dürfe.
"Die Grundsätze des Roten Kreuzes richten sich gegen jede Form von Rassismus, Ausgrenzung und Verletzung der Menschenwürde",
betonte er unter dem Beifall der Delegierten in seinen Abschlussworten.

Jugendrotkreuz Chor
Ganz im Sinne der Ausrichtung für die Zukunft sorgte der integrativ gemischt zusammengesetzte Chor des Jugendrotkreuzes
für einen besonderen Ausklang der Versammlung.
Mit dem Lied "Hand in Hand" welches an die 150jährige humanitäre Geschichte des Roten Kreuzes erinnert und uns den Weg in die Zukunft weist,
schloss die Versammlung.